Meine schwangere Kollegin meldet jetzt schon an, dass sie auf gar keinen Fall möchte, dass Ihre Tochter jemals eine Barbie bekommt oder mit Barbies spielt.
Ich hatte eine Barbie-Puppe kann aber irgendwie nicht wirklich erkennen, dass sie mir in irgendeiner Weise geschadet hätte. Sie war nur eine Puppe. Nichts anderes. Ich bin heute kein Modepüppchen, ich habe keine falschen Körperideale - oder ja, vielleicht doch, aber zumindest nicht in Richtung Barbie.
Ich befürchte, dass wir [Erwachsene] dieser Puppe einfach mehr zuschreiben als jedes Kind jemals in ihr sehen könnte.
Meine Kollegin übrigens, die selber keine Barbie hatte, ist im Gegensatz zu mir, immer aufgebrezelt, Mode Schminke und Aussehen sind für sie ein großes Thema.
Das gibt mir zu denken.
Kommt nicht unsere Abneigung gegen Barbie daher, was Erwachsene aus ihren Kindern machen? Wenn man da mal nach USA schaut wo Beauty- Pageants etwas wirklich wichtiges sind. Das Land aus dem Silikon, Botox und Plastic Surgery kommen? Erwachsene die wie Barbie aussehen wollen?
Eine Puppe kann nur so viel Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes haben wie wir ihr selber zuschreiben. Und dann macht es keinen Unterschied ob das Kind eine Barbie hat oder nicht. Warum sonst bin ich nie eine Barbie geworden, obwohl ich eine hatte? Ganz im Gegenteil, oder gab es jemals eine Anti-AKW-Barbie, Öko-Barbie usw. ?
Aber das wäre doch mal eien Marktnische. Hey, Mattel ... wake up, smell the coffee, there is a whole new market segment to evaluate!
Dann noch die Punk-Barbie und den Punk-Ken. Und die bitte auch mit einer Umenge an Hunden, die während dem schnorren dem angeschnorrten Gutmensch-Ken und der Toleranz-Barbie zwischen den Beinen rumrennen...
Kommentiert von: Marc | 26. August 08 um 20:04
Stimmt, Herr Marc! Aber wir brauchen auch Katzen und Ratten - also nur zum Ausgleich, weil man dann wieder weiter variieren kann. Unbedingt brauchen wir auch noch die Roller-Biene und den Radel-Sepp ... ach die Möglichkeiten sind einfach unendlich. Ich kapier überhaupt nicht wieso sich da noch niemand drum gekümmert hat. Und das gerade jetzt wo die meisten Mütter ihren Töchtern keine Barbie mehr "gönnen" wollen. Natürlich muss man eine Barbie entwickeln die nicht aus Plastik ist, ein neuer Name muss her, am Besten nicht unter Mattel vertrieben sondern einer über 7 Ecken verschachtelten neu zu gründenden Tochterfirma mit komplett neuem Image.
Also meine Damen und Herren der PR Abteilung und der Entwicklungsabteilung: Gehen Sie mal ran an das Projekt. Meine Kontonummer wegen des noch ausstehenden saftigen Honorars als "Consultant" schicke ich Ihnen mit sep. Post.
Kommentiert von: SnapHappy | 29. August 08 um 22:29