Für den schnellen Hunger gab es heute ausnahmweise eine lukullische Zusammenstellung des gelb-roten Riesen. Ein Burger und Steakfries sollten es werden. Man fragt freundlich ob es ein Menü sein soll, aber freilich soll es, denke ich, unser Abendmenü soll es sein!
Welches Getränk fragt man uns. Getränk? Wieso? Wir wollen nur essen, nicht trinken. Der Kühlschrank daheim bietet feinstes Mineralwasser gut gekühlt!
Ja, dann sei es kein Menü! Na gut, dann eben nicht, essen wir die Kartoffelstäbchen und den platten Feischklops im Brot eben nicht als Menü, so oder so landet es im selben Magen. Doch plötzlich schnellt der Preis des "Menüs" in die Höhe! Weil wir kein Getränk dazu haben wollen erklärt man uns.
Das ist natürlich logisch! Ich kaufe etwas weniger ein und der Preis steigt!
Natürlich endete es darin, dass wir den Teenager hinter uns fragten welches Getränk er gerne hätte, dieses als Menü mitbestellten, weniger zahlten und dem grinsenden Teenie in die Hand drückten, der sich draufhin nur einen Cheeseburger bestellte und sich freute wie Oskar, dass er für den Preis eines Cheeseburger auch noch ein Getränk gratis erhielt.
Ein leicht verwirrendes Geschäftsmodell, aber ganz offensichtlich funktioniert es ja. Könnten wir das nicht im Supermarkt oder auf der Wochenmarkt anwenden? Ich kaufe etwas mehr und bezahle weniger?
Was das mit fruchtigem Bordeaux zu tun hat? Nun ja, ich fahre einen Twingo und ich wagte es Herrn Happy darauf hinzuweisen, dass es ein wenig problematisch sei, wenn man nun alleine im Auto sei und irgendwie noch so ein Getränk jonglieren müsse. Er meinte dann dafür gäbe es schliesslich "Cupholder", worauf ich fragte ob meine Luxuskarosse diese denn auch hätte. Seiner Meinung nach "ja", aber leider nicht für derartige Getränke geeignet, da der Cupholder nicht hoch genug ist und das Getränk im Pappbecher zu leicht umkippen könne. Das fand ich nicht gut durchdacht, worauf mich Herr Happy aufklärte, dass man das für ein französisches Auto aber sowieso nicht brauche, denn Franzosen äßen schliesßlich nicht beim gelb-roten Riesen, sondern verzehrten eben delikatere Speisen, wie Roquefort, Froschschenkel, Weinbergschnecken und krönten dieses Menü mit einem fruchtigen Bordeaux und weil das Weinglas sowieso nicht in den Cupholder passt stellt man dieses auf der Ablage ab.
Bin ich froh, dass ich endlich mehr über französische Autos und französische Essgewohnheiten gelernt habe!
Nächstes Mal muss ich aber doch nachfragen wo das Baguette abgelegt wird. Ich will da nichts falsch machen, falls ich zufällig mal ein Baguette im Auto konsumieren sollte.
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